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| Bernhard Hans Henry Scharoun. Vita.
Hans Scharoun wird am 20. September 1893 in Bremen als Sohn eines Brauereibesitzers geboren. Die Vorfahren väterlicherseits entstammen aus Böhmen. Seine ersten Architekturentwürfe sind mit 1909 zu datieren, bereits 1912, dem Jahr seiner Immatrikulation an der Technischen Hochschule Charlottenburg (Bruno und Max Taut, Hermann Finsterlin, Walter Gropius, Hans und Wassili Luckhardt, Hans Scharoun u.a.)Das Neue Bauen, theoretisch Anfang der 1920er Jahre entstehen organisch-schwungvolle Hochhausentwürfe: 1921 für das berühmte Wettbewerb Berlin-Friedrichstraße, 1922 für den Königsberger Börsenhof, 1925 den Kölner Brückenkopf. Die Berliner und Kölner Arbeiten werden angekauft. Im Jahr 1925 geht er als Professor an die Kunstakademie Breslau und bleibt dort bis zur Schließung der Akademie 1932. Seit 1926 Mitglied des Rings, (Otto Bartning, Walter Curt Behrendt, Peter Behrens, Walter Gropius, Hugo Haering, Ludwig Hilbesheimer, Hans und Wassili Luckhardt, Ernst May, Erich Mendelsohn, Adolf Meyer, Hans Poelzig, Adolf Rading, Ludwig Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Bruno und Max Taut, Heinrich Tessenow, Martin Wagnerbeteiligt er sich an Gemeinschaftsausstellungen, so auch in Stuttgart-Weißenhof 1927, für die er ein Einfamilienhaus errichtet. Ende 1920er entwickelt Scharoun neue Wohnungstypen für den modernen Stadtmenschen es enstehen Appartamenthäuser in Berlin, ein Ledigenheim an der Werkbundausstellung Wohnen und Werkraum (Breslau), schließlich der städtebauliche Entwurf und Hausplanungen für die Großsiedlung Siemensstadt. Das etwa 1400 Wohnungen umfassende Vorhaben, eine Fortsetzung der wilhelminischen Werkswohnhäuser in neuen Formen und Dimensionen, entsteht ab 1930 in Zusammenarbeit mit anderenRing-Mitgliedern. (Otto Bartning, Alfred Forbat, Walter Gropius, Hugo Haering, Paul Rudolf Henning)Das dort angefangene Thema der gewinkelten Zeilenbauten, Gartenhöfe und Nachbarschaften wird Scharoun in den 1960er Jahren mit dem Wohngebiet Charlottenburg-Nord abschließen. Zugleich baut er Villen, so das Haus Schminke in Löbau Schon am 17. Mai 1945 fängt Scharoun als Stadtbaurat (Wils Ebert, Peter Friedrich, Ludmilla Herzenstein, Reinhold Lingner, Luise Seitz, Selman Selmanagic, Hans Scharoun, Herbert Weinberger)1946 der Öffentlichkeit vorgestellte Plan wird allerdings als viel zu radikal abgelehnt. Einzelne Ideen Aus dem Magistrat beurlaubt, wird er 1947 zum Die zahlreichen Wettbewerbe der beginnenden 1950er Jahre bringen Scharoun Ruhm und Auszeichnungen, kommen aber nicht zur Ausführung (Liederhalle Stuttgart 1949, 1. Preis; Amerika-Gedenkbibliothek 1951, 2. Preis; Staatstheater Kassel 1952, 1. Preis; Wiederaufbau Helgoland 1952, Ankauf; Nationaltheater Mannheim 1953). Obwohl seit 1954 in Stuttgart sein Wohnhochhaus Julia (1956 gesellt sich der Romeo hinzu) im Bau ist, gilt Scharouns Architektur als unbaubar. Stattdessen wird er mit Ehrungen überschüttet: zwei Doktorwürden 1954 (TH Stuttgart und TU Berlin), 1955 Präsidentschaft der Akademie der Künste in In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre kommt der Durchbruch. 1955 wird mit dem Lünener Mädchengymnasium angefangen, hier baut Scharoun auf seinem eigenen Beitrag zum Darmstädter Gespräch 1951 und den darauffolgenden Diskussionen. Der Entwurf einer neuen Philharmonie in Die 1960er Jahre fangen ähnlich feierlich an: 1963 wird die Philharmonie eröffnet (endgültig fertiggestellt wird sie erst 1981 sein, bis 1988 muß man auf das Kammermusiksaal warten); 1964 bekommt Scharoun den Großen Von 1964 bis 1971 ensteht nach seinem Entwurf die Deutsche Botschaft in Brasilia, 1965 bekommt sein Theater der Stadt Wolfsburg den Ersten Preis verliehen (Eröffnung 1973). Er wird Ehrendoktor der Universität Rom und Träger des Auguste-Perret-Preises des UIA (beide 1965), die Stadt Berlin macht ihn zum Ehrenbürger. Am 25. November 1972 stirbt Scharoun in Berlin und wird auf dem Waldfriedhof Zehlendorf beigesetzt. Wählen Sie bitte ein Bericht aus der Mosaikdarstellung, wenn Sie in die Einführung zurückkehren. Die Sammlung reicht über mehrere Mosaiken! |